Sonstige Gerätschaften
Pölz Box
Für die Atemschutzüberwachung und Sicherheit unserer Atemschutztrupps führt die Feuerwehr Hög und die restlichen Gemeindefeuerwehren die Pölz Box 5+1 mit, um nach der Empfehlung der Feuerwehrdienstvorschrift 7 eine hochwertige Atemschutzüberwachung gewährleisten und kompatibel mit den anderen Wehren zusammenarbeiten können.
Die Feuerwehr Hög führt deswegen zweimal im Jahr eine intensive Schulung mit allen Anwendern durch. Für diese fachlichen Einweisung und Schulung werden die Handgriffe für die leichte und routinierte Handhabung geübt.
Mit der Pölz Box 5+1 ist die Überwachung von bis zu 6 Atemschutztrupps mit jeweils maximal 3 Atemschutzgeräteträgern möglich. Die Bedienung erfolgt über lediglich 3 Tasten und ist somit sehr einfach gestaltet. Die Einteilung der einzelnen Atemschutztruppmitglieder erfolgt über personalisierte Transponder, die jeder Atemschutzgeräteträger an seiner Schutzkleidung trägt. Das Gerät errechnet eigenständig aus dem Luftverbrauch den Rückzugszeitpunkt und erinnert alle 10 min an die Druckabfrage, welche die Atemschutzüberwachung durchführt und dementsprechend aktualisiert.
Nach dem Ende des Einsatzes oder der Übung ist durch den Leiter Atemschutz ein Protokoll auszudrucken um mögliche Spätfolgen zurückzuführen.
Rettungsrucksack
Die Feuerwehr Hög beschaffte vor 3 Jahren den Rettungsrucksack. Er löst den bisher Bekannten aber sehr unhandlichen „Erste Hilfe Koffer“ ab. Ergänzend zu der umfangreichen Normbeladung führen wir in Hög einen Satz „Stiff Neck“ sowie einen Beatmungsbeutel mit Sekretabsaugpumpe mit. Die Ausführung als Rucksack bringt enorme Vorteile, gerade bei Einsätzen im unwegsamen Gelände oder auf Sicherheitswachen kann er komfortabel mitgetragen werden.
Krankentrage ( DIN )
Die DIN-Trage ist die wohl weit verbreiteteste Trage im deutschen Rettungswesen der Feuerwehr. In Breite und Länge, sowie dem Befestigungssystem deutschlandweit einheitlich genormt, ist sie in der Patientenbeförderung nicht wegzudenken.
Sie besteht aus zwei Aluträgern, in denen ausziehbare Griffe eingelassen sind. Durch einen Klappmechanismus kann die Trage zu Verladungszwecken auf ein sehr handliches Maß zusammengeklappt werden. Als Liegefläche für den Patienten dient eine abwaschbare und sehr robuste Kunststoffbespannung. Mit der Krankentrage ist es auch möglich, verletzte Personen aus Höhen oder Tiefen zu befreien (mittels Leiterhebel), sofern kein anderes Rettungsmittel zu Verfügung steht.
Schaufeltrage
Die Feuerwehr Hög beschaffte die Schaufeltrage als Alternative zur Krankentrage. Diese ist hauptsächlich zur Rettung von Personen gedacht, die entweder liegen oder anderweitig nur sehr schwer umzubetten/aufzunehmen sind. Die Bauart ermöglicht es, die Trage der Länge nach mittig in zwei Hälften zu teilen. Der Patient wird vorsichtig auf einer Seite angehoben (zur Seite gerollt) und das erste Tragenteil untergeschoben. Ebenso wird auf der anderen Körperseite verfahren. Sobald beide Trageteile verbunden sind wird der Patienten angehoben und kann auf andere Tragen umgebettet werden.
Die Schaufeltrage kann aber auch als "Ganzes" eingesetzt werden. Bei Verkehrsunfällen wird sie z.B. zwischen den Rücken des Verunfallten und die Rückenlehne des Autositzes geschoben. Der Patienten wird dann nach und nach langsam komplett auf die Trage geschoben. Damit wird eine achsengerechte Rettung ermöglicht.
Strahlrohre
Die Feuerwehr Hög benutzt nur noch Hohlstrahlrohre in der Größe C.
Sie bieten gegenüber dem Mehrzweckstrahlrohr mehrere Vorteile:
- Stufenlose Umstellung von Voll- auf Sprühstrahl.
- Die Menge der Wasserabgabe kann gezielt von 25 bis zu 235l/min erhöht werden.
- Die Bedienung ist durch einen Haltegriff und einen Öffnungshebel wesentlich besser.
- Zum Schutz des Atemschutztrupps im Innenangriff vor einem Flammenüberschlag ist die Mannschutzfunktion vorgesehen. Mit ihr können die Feuerwehrleute gezielt durch eine "Wasserwand" verhüllt werden
Bei Abgabe größerer Wassermengen im Außenbereich, z.B. Brand einer landwirtschaftlichen Lagerhalle ist das B-Strahlrohr vorgesehen. Von der Funktionsweise und dem Aufbau ist es gleich mit dem Mehrzweckstrahlrohr C, lediglich die Durchmesser sind größer. So können hier Abgabewerte von bis zu 400l/min bzw. 800l/min erreicht werden. Mit bis zu 46 m ist auch die Wurfweite höher.
Die Bedienung erfolgt durch 2 Mann. Dies ist allerdings nur möglich, wenn ein Stützkrümmer zwischen B-Strahlrohr und B-Schlauch eingesetzt wird. Durch seine geknickte Form kann in Verbindung mit einer Haltestange auch so der Löschangriff von nur einem Trupp vorgenommen werden. Ansonsten muss das B Strahlrohr von 3 Feuerwehrmännern gehalten werden.
Schlauchtragekorb
Damit nicht jeder Schlauch einzeln vom Fahrzeug entnommen werden muss verwendet die Feuerwehr Hög Schlauchtragekörbe der Größe C. In diesen Tragekörben sind drei C-Schläuche zusammengekuppelt eingelegt. Am Verteiler angekommen wird je nach Lage das Schlauchende an einem Verteilerabgang angekuppelt und der Angriffstrupp leert seinen Schlauchtragekorb aus und zieht im 2-Fingersystem die Schläuche in Buchten auseinander und geht zum Brandherd vor. Alternat kann der Atemschutztrupp mit dem noch gefüllten Schlauchtagekorb in das Gebäude zur Brandbekämpfung vorgehen und verlegt den Schlauch hinter sich, indem dieser aus dem Korb „rutscht“. Sobald er die Brandstelle erreicht hat wird ein Absperrkugelhahn gesetzt um später eventuell den Schlauch verlängern zu können. Dann wird das Hohlstrahlrohr angebracht und per Funk der Befehl " 1. Rohr Wasser marsch" gegeben.
Die Feuerwehr Hög führt auf dem LF 8 drei Schlauchtragekörbe mit.
Verteiler B-C-B-C
Vom pumpenseitigen Abgang wird das Wasser ebenfalls mittels einer B-Leitung in Richtung Brandobjekt weitergefördert. An deren Ende wird dann ein Verteiler angebracht, der das Wasser auf verschiedene weitere Schlauchleitungen weiterverteilen kann. An dem Verteiler werden entweder bis zu drei C-Schläuche oder zwei C- und ein B-Schlauch angekuppelt. Mittels der Drehräder kann jede Leitung separat abgeschiebert werden.
Schwerschaumrohr
Das Schwerschaumrohr erzeugt einen sehr kompakten und dichten Löschschaum. Die Verschäumungszahl, also das Verhältnis zwischen dem Volumen des fertigen Schaumes und dem Volumen des ursprünglichen Wasser-Schaummittel-Gemisches liegt zwischen 4 und 20.
Durch seinen relativ nassen Schaum sind auch größere Wurfweiten möglich. Eingesetzt wird dieses Sonderrohr hauptsächlich bei Bränden von Feststoffen und Flüssigkeiten (Brandklassen A und B).
Mittelschaumrohr
Einen wesentlich "fülligeren" Schaum erzeugt das Mittelschaumrohr mit einer Verschäumungszahl von 20 bis ca. 200. Diese Art von Schaum wird z.B. bei der Bekämpfung von Fahrzeugbränden und beim Erzeugen eines Schaumteppichs eingesetzt.
Mittels dieser Schaumform, welcher sich noch „werfen“ lässt, ist es möglich ,schnell und effektiv große Flächen abzudecken. Dies kann notwendig werden falls entzündliche Flüssigkeiten ausgetreten sind. Der Schaum verhindert durch seine Trennwirkung, dass das Brandgut und eine mögliche Zündquelle in Verbindung geraten.
Das Mittelschaumrohr ist das meist verwendete Gerät im Schaumeinsatz. Man kann das Mittelschaumrohr auch als Kombigerät nutzen ( M/S ).
Tragbare Leitern (Steckleiter 4-teilig)
Tragbare Leitern werden seit jeher von jeder Feuerwehr, egal ob bei der Menschenrettung oder der Brandbekämpfung, eingesetzt. Sie sind unersetzlich für die Arbeit der Feuerwehrmänner ,ob bei Brand oder Technischer Hilfe. Sie erleichtern auch das Auf- oder Absteigen an steilen Böschungen.
Es gibt verschieden Typen von tragbaren Leitern, die auf ihren jeweiligen Einsatzzweck hin optimiert sind. Aufgestellt und vorgenommen werden die Leitern, welche mittlerweile alle aus Alu gefertigt sind, in der Regel von vier Feuerwehrmännern bzw. -frauen. Am Einsatzort angekommen werden sie in einem Winkel zwischen 65° und 75° aufgestellt.
Ein Leiterteil hat eine Länge von 3 Meter (Angelehnt 2,10 m). Wenn alle 4 Teile zusammengesteckt werden ergibt sich somit eine Länge von 8,40 Meter(Angelehnt 7,20m), wodurch das 2.Obergeschoss eines Wohnhauses erreicht werden kann.
Beleuchtung
Abseits unserer Fahrzeuge oder auch innerhalb von Gebäuden können wir Mithilfe unserer tragbareren Beleuchtungsgruppen für entsprechende Ausleuchtung sorgen.
Das Stativ ist 4-mal teleskopierbar auf eine Länge von 4,50 Meter. Zur Sicherung bei Wind führen wir auf unserem Löschfahrzeug 3 Abspannleinen mit Erdbefestigungshacken mit.
Um eine größere Ausleuchtung zu erzielen kann man auf das Stativ eine Scheinwerferbrücke aufsetzen und somit zwei Halogenstrahler betreiben.
Trennen (THL)
Für das Trennen und Schneiden bei technischer Hilfe bei den verschiedenen Materialien hat die Feuerwehr Hög diverse Gerätschaften auf dem Fahrzeug verlastet.
Motorsäge (Kettensäge):
Die Feuerwehr Hög verwendet eine handelsübliche Stihl Motorsäge mit einer Schnitttiefe von 40 cm.
Zum Einsatz kommt sie beim ablängen von Rüst, Bauholz für die Verschalung oder um Straßen von umgestürzten Bäumen zu befreien.
Säbelsäge:
Die Säbelsäge der Firma Milwaukee ist das neueste Rettungsgerät auf dem Fahrzeug.
Die Säge ist handgeführt, sehr vielseitig einsetzbar und einfach in der Handhabung.
Je nach Sägeblatt sind Schnitte durch fast alle Materiealien und Verbundwerkstoffe möglich. Die Säbelsäge kann auch bei der technischen Rettung wie z.B. bei Verkehrsunfällen, Bauunfälle und Maschinenunfälle eingesetzt werden. Allerdings erschüttern die Vibrationen des Gerätes mehr als ein hydraulisches Rettungsgerät.
Es ist keine Sonderausbildung für das Bedienen der Säge erforderlich.
Trennschleifer (Flex)
Auf dem Löschfahrzeug ist auch ein Trennschleifer verlastet. Er wird zum schnellen Trennen von Eisenteilen verwendet. Alerdings nur dann, wenn auf Brandschutz aufgrund des starken Funkenflugs nicht allzu viel Wert gelegt werden muss.
Watthose
Ihr Anblick ist durch unzählige Hochwassereinsätze mittlerweile wohl jedem bekannt. Die Rede ist von der Watthose.
Durch ihre absolute Wasserdichtigkeit bietet sie mit den eingebauten Gummistiefeln mit der Schutzklasse 3 der Feuerwehr die Möglichkeit z.B. vollgelaufene Keller oder Gruben zu betreten ohne dabei nasse Füße zu bekommen.
Schnittschutzausrüstung
Die Schnittschutzkleidung muss bei sämtlichen Arbeiten mit der Kettensäge eingesetzt werden. Die Feuerwehr Hög hat Schnittschutzhosen der Firma Stihl Typ C mit umlaufenden Schutz. Falls mit der Kettensäge in die Hose geschnitten werden sollte, wird die Kette von sehr dünnen Fasern binnen kürzester Zeit gestoppt und der Feuerwehrmann vor grober Verletzung geschützt.
Ein Waldarbeiterhelm mit Gesichts- und Gehörschutz bietet dem Gesicht und den Ohren optimalen Schutz.
Zusätzlich ist noch jeder Schneidberechtigte mit persönlichen Haix Feuerwehrstiefeln mit Schnittschutz ausgestattet worden.
Wärmebildkamera
Die Feuerwehr beschaffte im Jahre 2012 eine Dräger UCF 600 über die Firma Krümpelmann.
Ob Brandeinsätze, Personensuchen, technische Hilfeleistungen oder Gefahrguteinsätze – Wärmebildkameras sind für den effektiven und sicheren Feuerwehreinsatz unentbehrlich und unterstützen Sie entscheidend bei der Bewältigung Ihrer Einsatzaufgaben.
Wackerpumpe PT 3
Schmutzwasser-Pumpe
Ideal für den Einsatz bei Hochwassereinsätze und Überflutungen.
Schlammmassen und Schmutzwasser enthalten oft Sand, Kies und andere Festkörper, die zwangsläufig von Pumpen mit angesaugt werden. Festkörper bis 45 mm Durchmesser können problemlos eingesaugt werden.
Hervorragende Pumpenleistung:
- Hohe Fördermenge von bis 1.515 l/min
- Große Förderhöhe von bis zu 32 m.
- Hohe Feststoffanteile
Wassersauger Vetter
Mini-Permanent-Sauger 2.0 MWF
Die Feuerwehr Hög beschaffte sich 2015 den speziell für die Feuerwehr entwickelten Wassersauger, der alle Anforderungen des Einsatzes meistert.
Technische Daten:
Förderleistung Pumpe: 330L/min
Max Leistung: 2350W
Behälterinhalt: 60L
Füllmenge Flüssigkeit: 47L
Schutzart: IPX4
Schutzklasse: 1
Anschluss für Feuerwehrschlauch Stotz: C
Gewicht: 28 kg
Sonstiges: Chemikalienbeständig, Kompakt, Platzsparend, Feuerwehrkonform, Praktisch im Handling mit Separat zuschaltbarer Pumpe
Mobile Saugstelle
Die Mobile Saugstelle „Biber“ ist eine Vorrichtung zum schnellen Anstauen von Löschwasser aus fließenden Gewässern.
Das Gerät zeichnet sich durch eine einfache und schnelle Handhabung aus. Ein weiterer Aspekt ist die kompakt Bauweise, sowie die platzsparende Verladung auf dem Fahrzeug.
Das Gerät funktioniert ganz einfach, ein Mann steigt in den Bach und faltet den Löschbiber entgegen der Fließrichtung auf. Das Wasser strömt jetzt in die Auffangmulde und die Plane wird nun nach unten gedrückt und die Enden am Ufer eingekeilt. In der Mitte sind 4 Befestigungsschlaufen für die Saugleitung montiert. Den Saugkorb kann man nun auf die Schutzplane stellen (somit saugt man sauberes Wasser an).